[DE] Nutanix Cluster Erweiterung (Scale-Out)


Hinweis: Cross-Post von invisible-it.de

In diesem Artikel möchte ich etwas näher auf die Erweiterungsmöglichkeiten (Scale-Out) der Nutanix Plattform eingehen. Doch zu Beginn die Frage, warum denn ein unkompliziertes und schnelles Scale-Out ein essentielles Feature der Plattform ist?

Nutanix verfolgt die Philosophie, dass das bisherige Vorgehen, Storage und Compute auf 3, 5 oder gar mehr Jahre „vorausschauend“ zu beschaffen, nicht mehr zeitgemäß ist. Zum einen ist es extrem schwer den genauen Bedarf an Ressourcen über einen längeren Zeitraum wirklich präzise vorauszusagen und so läuft man Gefahr, wohlmöglich zu schnell Anforderungen nach neuen Ressourcen nicht nachkommen zu können, oder schlicht, zu groß zu planen und man so ungenutzte Ressourcen vorhält. Selbst wenn die Einschätzung halbwegs passen sollte, werden die Ressourcen über einen längeren Zeitraum nicht genutzt und schaffen so erst über die Zeit einen reellen Wert für das Unternehmen, wenn diese tatsächlich über den Lebenszyklus hinweg auch tatsächlich genutzt werden.

Wie sieht hierzu jetzt die Antwort der Nutanix Plattform aus?

Nutanix empfiehlt tatsächlich nur die Ressourcen zu beschaffen, die stand heute nötig sind, um die bestehenden Workloads und wirklich kurzfristig anstehenden Projekte zu stemmen. Um dies zu ermöglichen, muss es technisch möglich sein, die Plattform möglichst schnell und unkompliziert zu skalieren.

 

Scale-Out

Möchte man ein bestehendes Nutanix Cluster erweitern, so ist der wohl härteste Job, der Einbau und die Verkabelung der Nodes im Rack. Der restliche Prozess kann dagegen bequem per Prism gesteuert werden. Alles das es dazu braucht, sind die folgende Informationen/Daten:

  • IP Adressen für die neuen Nodes (je 3 Adresse pro Node – Hypervisor, CVM, IPMI)
  • Angabe des gewünschten Hypervisors (Upload der entsprechenden .iso Datei)

Die Nodes werden über ein IPv6 Discovery automatisch erkannt und der Installationsprozess, welcher die neuen Nodes mit allen benötigten Komponenten im Hintergrund betankt, erfolgt über die so genannte Nutanix „Foundation“ Komponente. Hierzu folgt in Kürze ein dedizierter Beitrag, der erklärt was die Foundation genau macht. Die folgenden beiden Screenshots zeigen, wie einfach ein Nutanix Cluster zu erweitern geht:

Da neue Nodes neben CPU und RAM auch zusätzliche Storage Ressourcen mitbringen, müssen diese in die vorhandene Distributed Storage Fabric (DSF) integriert werden. Nach der Integration des neuen Nodes werden die Daten im Cluster neu verteilt, sodass das  Cluster gleichmäßig ausgelastet ist. Dabei bleibt die Data Locality der bereits laufenden virtuellen Maschinen natürlich erhalten. Dieser Prozess ist völlig transparent und wird automatisch als Teil der Clustererweiterung angestoßen. Da durch diesen Prozess auch wieder Freiräume auf den bestehenden Nodes entstehen, kann so auch die Performance verbessert werden. Auch partizipieren die neuen Nodes direkt, indem sie den Replication Traffic anderer Nodes entgegennehmen.

ntnx_storagepool_1

ntnx_storagepool_2

Hypervisor

Im Falle von ESXi und Hyper-V, muss der Host noch in den vorhandene Cluster aufgenommen werden. Im Gegensatz dazu, ist dieser Prozess bei AHV komplett automatisiert und erfordert keine weiteren Schritte. In allen Fällen jedoch, ist es möglich, dass direkt nach der Erweiterung virtuelle Maschinen auf die neuen Nodes migriert werden können.

 

Gemischte Cluster

Ein wichtiger Punkt ist, dass ein Nutanix Cluster nicht homogen ausgestattet sein muss. Verschiedene Workloads haben entsprechend unterschiedliche Anforderungen, denen man mit unterschiedlicher Ausstattung entgegnen kann. So können verschiedene Node Typen in einem Cluster gemischt werden, z.B. NX-3060-G5 Nodes mit je 2 SSDs und 4 HDDs mit NX-8050-G5 Nodes, mit 4 SSD und 20 HDDs kombiniert werden. Über Hypervisor Technologien, wie Affinity-Rules, können die Workloads entsprechend den am besten geeigneten Nodes zugeordnet werden.

 

Storage Only Nodes

Jetzt kann es jedoch auch vorkommen, dass die Anforderungen nach Ressourcen ungleich entwickeln, sprich Storage Anforderungen schneller steigen, als die nach CPU und RAM. Auch hier bietet die Plattform eine einfache Lösung, so genannte Storage Only Nodes. Diese Nodes können dem Cluster hinzugefügt werden, haben jedoch die Besonderheit, dass diese:

  1. Mit reduzierten RAM und CPU Kapazitäten ausgestattet sind.
  2. Keine virtuellen Maschinen hosten und auch nicht Teil des Hypervisor Clusters sind.
  3. Immer mit dem AHV Hypervisor betrieben werden, damit hier keine zusätzlichen Kosten für den Hypervisor anfallen.

Somit kann die DSF des Clusters ohne Probleme um mehrere TB Storage Kapazität erweitert werden. Diese sollten immer im Paar hinzugefügt werden, sofern deren Kapazität die der vorhandenen Nodes deutlich übersteigt, sodass wenn ein Storage Only Node ausfällt, genügend freie Kapazitäten im Cluster vorhanden sind, damit der Rebuild in Gänze abgeschlossen werden kann.

ntnx_storagepool_4

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