Nutanix


Nutanix Calm – Life Cycle Management

Bevor ich jetzt mit der Blog-Serie zum Thema Nutanix Calm fortfahre und in die Details zu Calm selbst einsteige, möchte ich zunächst noch das Thema Komplexität von Upgrades bzw. Life Cycle Management kurz beleuchten. Also was es bedeutet, die Automatisierungs-Infrastruktur auf dem neusten Stand zu halten, was typischerweise mit seitenlangen Upgrade Guides und damit auch sehr oft einem hohen Zeitbedarf und personellen Aufwand einhergeht.

Im Folgenden zeige ich, wie einfach man nicht nur Prism Central (PC), sondern auch Calm selbst aktualisieren kann. Bisher ging ein Upgrade von Calm immer mit dem gleichzeitigen Upgrade von Prism Central einher. Hatte man zum Beispiel PC auf 5.9.0 aktualisiert, so erhielt man automatisch die neuste Version 2.3.0 von Calm. Um zukünftig Calm auch unabhängig von PC aktualisieren und damit einen unabhängigen Release Cycle pflegen zu können, wird Calm zukünftig über den ebenfalls in PC integrierten „Life Cycle Manager“ (LCM), unabhängig von PC aktualisiert.

Also zunächst mache ich ein gewöhnliches 1-Click Upgrade von Prism Central 5.9.0 auf 5.9.1. Dies funktioniert wie gewohnt über die „Upgrade Prism Central“ Funktion. Die dafür benötigte Software wird einfach „over the air“ heruntergeladen und im nächsten Schritt starte ich das „rolling Upgrade“, welches die neuste Version auf allen Prism Central Knoten ausrollt. Denn in meiner Umgebung läuft Prism Central bereits als „Scale-out Cluster“, besteht also aus mehreren VMs. Das aber nur am Rande.

Nach erfolgreichem Upgrade wechsele ich in den LCM und starte ein sogenannten „Inventory“ Prozess, welcher die installierten Softwarekomponenten mit den verfügbaren Upgrades abgleicht. Dabei aktualisiert sich der LCM selbst von Version 2.0 auf 2.1. Sehr praktisch, oder?

Nach erfolgreichem Inventory und der Aktualisierung auf LCM 2.1, erscheinen dann auch schon die verfügbaren Software Upgrades zur Auswahl.

Über „Edit“ gelange ich zu den Details, welche zeigen, dass für Calm und Epsilon (gehören technisch betrachtet zusammen) ein Upgrade verfügbar ist.

Anschließend speichere ich die Auswahl und starte das Upgrade.

Ein paar Minuten und ein Kaffee später, ist Calm und Epsilon auf dem neusten Stand und ich kann mir die neuen Features ansehen. Dazu aber in einem eigenen Blog mehr dazu.

 

So viel für den Moment zum Thema Life Cycle Management und wie einfach Prism Central, respektive Calm, auf dem neusten Stand gehalten werden können. Ich glaube der dargestellte Prozess und die Bilder sprechen dabei für sich. Ein Jeder kann jetzt seine persönlichen Erfahrungen mit komplexen Upgrades, mit dem vergleichen, was Nutanix im täglichen Betrieb an Erleichterungen ermöglicht. Persönlich, nicht viel Aufwändet als ein Upgrade meines Smartphones.


Nutanix Calm – Multi-Cloud & Applikations-Automatisierung

In einem Unternehmen hat ein Jeder eine Aufgabe zu erledigen, für die er auch persönlich verantwortlich ist und an der auch oft der Erfolg gemessen wird. Und was kann hier frustrierender sein, als auf andere zu warten, um besagte Aufgabe zu erledigen? Unter Umständen Stunden, Tage, oder gar Wochen?

Das ist durchaus oft der Fall, wenn es um die Bereitstellung von IT-Ressourcen, wie beispielsweise Applikationen oder einfach nur virtuelle Maschinen geht. Oft müssen mühsam Tickets von Hand bearbeitet werden, was als Konsequenz auf beiden Seiten Frust hervorrufen kann. Vor allem in Zeiten in denen beispielsweise Entwickler in nur wenigen Tagen ein neues Feature entwickeln wollen und danach die Infrastruktur, welche dazu genutzt wurde, wieder eingerissen werden soll, ist es fatal, wenn die Bereitstellungsdauer länger als die Nutzungsdauer ist. Und so ist es wenig verwunderlich, wenn die „Schatten IT“ kontinuierlich überhandnimmt und die benötigten Ressourcen, z.B. in der Public Cloud abgerufen werden. Ich möchte damit nicht sagen, dass es nicht viele gute Use Cases für die Pulic Cloud gibt und diese verteufeln, sondern eher, dass diese dann bewusst genutzt werden sollte, mit entsprechender Kostenkontrolle & einem ausgeprägtem Sicherheitsbewusstsein.

Aber warum scheitern scheinbar so viele Unternehmen dabei, mit der Public Cloud in Sachen Self-Service und Automatisierung Schritt zu halten?

Was meine persönliche Erfahrung betrifft, so ist einer der wohl größten Faktoren, die Komplexität die mit der  Automatisierung selbst einhergeht, diese ans Laufen zu bekommen und im weiteren Verlauf auch entsprechend einfach betreiben zu können. Sprich, viel Zeit und Energie geht bereits verloren, die dafür notwenige Infrastruktur zu schaffen.

Und genau hier setzt Nutanix mit mehreren Komponenten an. Hyper-Converged Infrastructure (HCI) ist dabei nur der grundlegende IaaS „Building Block“, welcher die zugrundeliegende Infrastruktur vereinfacht und somit viele Stellschrauben und Reibungsfläche zwischen IT-Silos beseitigt. Doch um Ressourcen in Minuten bereitstellen zu können, bedarf es weit mehr. Ein Portal für den Self-Service Portal (SSP), Rollenbasierter Zugriff, uvm. Und genau hier kommt Nutanix Calm ins Spiel.

Nutanix Calm ist die integrierte Applikations-Automatisierung, welche es erlaubt, ganze Applikationen, oder auch einfache VMs, den Anwendern im Self-Service-Verfahren bereitzustellen. Ganz gleich ob lokal on-premises im eigenen Rechenzentrum, oder in der Public Cloud, bei den gängigen Providern wie AWS, GCP und Azure. Was auch zeigt, dass es hier nicht um einen Kampf lokal vs. Cloud geht, sondern darum eine Plattform für alle Clouds zu schaffen um die Workloads in die beste dafür geeignete Cloud zu provisionieren.

Nun stellt sich zunächst die Frage, wieviel Aufwand denn wieder dahinterstecken mag, diese Lösung bereitzustellen. Und die Antwort auf diese Frage zeigt deutlich, wie sich Nutanix von bisherigen Lösungen unterschiedet. Nutanix Calm „lebt“ in Prism Central und ist dort nativ integriert. Sprich rollt man Prism Central aus, was bei Nutanix Kunden typischerweise immer der Fall ist, da damit auch erweitere Funktionen für die zentrale Infrastrukturverwaltung einhergehen, z.B. um mehrere verteilte Nutanix Cluster zu veralten, ist Calm nur einen Klick entfernt, ganz nach der Nutanix “1-Click” Philosophie. Wichtig ist auch an dieser stelle zu erwähnen, dass Calm damit auch in den 1-Click Upgrades von Prism Central integriert ist und damit bequem auf dem neusten Stand gehalten werden kann.

 

Danach ist Calm einsatzbereit. Es bedarf also nicht wochenlanger Vorarbeit und Experten, nur um die Automatisierungs-Lösung zu implementieren. Jetzt kann zum Beispiel damit begonnen werden, Projekte anzulegen, in denen (AD/LDAP) Benutzer und deren Rollen innerhalb eines Projekts definiert werden. Die IT kann entscheiden, ob Sie die vordefinierten Applikationen (Blueprints) über den so genannten Marketplace Manager freigeben und somit im Marketplace veröffentlichen will, oder ob sie doch lieber eigene Applikationen definiert und veröffentlicht. Ganz gleich, der Marketplace dient als zentrale Anlaufstelle für den Self-Service der Benutzer, um von dort Applikationen selbstständig zu provisionieren.

Auch besteht die Möglichkeit, ganz einfach, mehrere Clouds anzubinden, die dann als Zielplattform für die Provisionierung genutzt werden können. So entsteht eine Control Plane, wo in Zeiten von „Multi-Cloud“ eine einfache zentrale Verwaltung möglich wird. Egal ob Nutanix AHV als Hypervisor, eine bestehende VMware vSphere Umgebung, oder auch wie angesprochen, die gängigen Cloud Provider. Hier wird alles unter einem Dach vereint.

In weiteren Blog Posts werde ich in die Einzelheiten einsteigen und alles Komponenten genauer erklären. Zum Abschluss hier noch ein kurzer Rundgang durch die einzelnen Teile von Calm.